Alpan

Folgeerkrankungen

Zu den klassischen Folgeerkrankungen bei Diabetes gehören neben der Diabetischen Polyneuropathie folgende Krankheitsbilder:

Es kommt zu Entzündungen, die durch die gestörte Blutversorgung der Beine infolge arteriosklerotischer Ablagerungen nur sehr schlecht heilen. Wichtig zur Vermeidung sind die laufende Selbstkontrolle der Füße, Schutz der Füße durch spezielle Diabetiker-Einlagen und ggf. der regelmäßige Besuch beim Diabetes-erfahrenen Podologen (Podologie: die nichtärztliche Heilkunde am Fuß).
Die Betroffenen müssen daher beim Gehen schon nach Strecken von wenigen hundert Metern Stehpausen einlegen, weshalb der umgangssprachliche Begriff „Schaufensterkrankheit“ lautet. Der diabetische Fuß geht in der Regel immer mit einer pAVK einher.
Diese ballen sich zusammen und verschließen so das Gefäß. Der Blutfluss ist unterbrochen, es ist zum Infarkt gekommen. Wenn eine das Gehirn versorgende Arterie betroffen ist, spricht man auch von einem Schlaganfall. Das hinter dem Verschluss liegende Gewebe wird nicht mehr durchblutet. Jetzt kommt es darauf an, den Gefäßverschluss schnellstens zu beseitigen.
Durch die dauernde Mangelsituation nimmt die Leistungsfähigkeit des Herzens ab, was dieses durch Größenwachstum auszugleichen versucht. Jedoch wird die Pumpkraft dadurch noch geringer. Es kommt zusätzlich zu einer Herzinsuffizienz.
Schreitet die Nierenschwäche fort, kann die Dialyse erforderlich werden.
Irgendwann versucht der Körper dies durch die Bildung neuer kleiner Gefäße zu kompensieren. Diese haben jedoch eine schwache Wand und so kommt es zu häufigen Einblutungen in den Glaskörper. Eine zunehmende Verschlechterung des Sehvermögens kann eintreten.

Den besten Schutz vor Folgeerkrankungen bieten eine gute Blutzuckereinstellung, das Erreichen/Halten des Normalgewichts und täglich möglichst viel Bewegung.

Denken Sie aber auch daran, in Absprache mit Ihrem Hausarzt oder Diabetologen regelmäßige Kontrolltermine soweit erforderlich bei Fachärzten, wie z.B. Neurologen, Kardiologen, Angiologen (Gefäßspezialisten), Ophthalmologen (Augenärzte) wahrzunehmen.